Begabungsförderung - Grundschule Winsen (Aller)

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Begabungsförderung an der Grundschule Winsen (Aller)
Vorbemerkungen
Junge Menschen unterscheiden sich in ihren Begabungen und Fähigkeiten, in ihren Interessen und Neigungen. Der beste Bildungsweg für jede Schülerin und jeden Schüler ist derjenige, der die spezifische Leistungsfähigkeit optimal zur Entfaltung bringt. Die Niedersächsische Landesregierung hat sei 2002 stufenweise ein differenziertes und nahezu flächendeckendes Angebot zur schulischen Begabungsförderung aufgebaut. Damit wird der Zielsetzung einer besonderen Förderung für hochbegabte Schülerinnen und Schüler entsprochen, wie sie das Niedersächsische Schulgesetz formuliert (§54 Abs. 1 NSchG).“
Quelle:
www.mk.niedersachsen.de/portal / Zugriff am:29.10.2014

Einen Bericht über den Schülerakademietag im Gymnasium Ernestinum finden sie hier

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1. Interesse wecken – Begabung fördern – Schwächen beheben
Der Zusammenschluss in Kooperationsverbünden gem. § 25 Abs. 1 NschG stellt sicher, dass besondere Begabungen früh- und rechtzeitig erkannt, individuell gefördert und umfassend integriert werden.
Seit dem Sommer 2014 ist auch die Grundschule Winsen (Aller) in einen solchen Verbund integriert – in den KOV Celle 1 – dem folgende weitere Schulen ebenfalls angehören:

  • Evang. KiGa Klein Hehlen
  • GS Klein Hehlen
  • GS Bruchhagen
  • GS Winsen
  • Sprachheilschule Celle (FÖS Schwerpunkt: Sprache)
  • Gymnasium Ernestinum

Mit dieser Integration in einen Kooperationsverbund wollen wir die Intensivierung unserer bisherigen Angebote, die Vernetzung der Schulen untereinander und Systematisierung im Sinne einer individuellen Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler anbahnen und ausbauen.
Wir freuen uns auf die Kooperation und danken an dieser Stelle ausdrücklich den bisherigen Mitgliedern des
Kooperationsverbundes Celle 1 für ihr Interesse an unserer Schule!

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2.Die Grundschule Winsen (Aller) im Kooperationsverbund Celle 1
Wir haben an unserer Schule seit langem sehr viel Wert darauf gelegt, den Kindern die vielfältige Welt zugänglich zu machen und ihnen zu ermöglichen, eigenständiges Interesse zu entwickeln.

In diesem Sinne wurde 2009 die jahrgangsübergreifende Eingangsstufe eingeführt, um den von Jahr zu Jahr weiter auseinanderklaffenden Ausgangsvoraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler besser begegnen zu können. Besonders begabte Schülerinnen und Schüler haben in diesem System die Möglichkeit, frühzeitig Anerkennung zu bekommen, eine sachlich-fachliche Förderung zu erhalten und individuelle Unterstützung zu erhalten. So ist es entsprechend dem Konzept der Eingangsstufe möglich, diese auch in einem verkürzten Zeitraum eines Schuljahres zu durchlaufen, sofern die erforderlichen Kompetenzen für den Übergang in Jahrgang 3 vorhanden sind.

In der gegenwärtigen bildungspolitischen Diskussion wird häufig danach gefragt, wie besonders Begabte besser als bisher gefördert werden können. Für uns Lehrkräfte gehören viele der häufig genannten Maßnahmen bereits zum Alltag.
Durch die schulrechtliche Ausstattung mit zusätzlichen Unterrichtsstunden für Schulen innerhalb eines Kooperationsverbundes bekommen wir darüber hinaus die Möglichkeit, neue Perspektiven zu erarbeiten und weitere Fördermaßnahmen für Begabte zu etablieren.

Unser Blick auf die Schülerinnen und Schüler wird jedoch weiterhin ganzheitlich bleiben, da leistungsstarke Schülerinnen und Schüler oft auch Schwächen („Baustellen“) haben und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ganz klare Stärken („Positiva“) aufweisen. Hier hilft uns Lehrkräften die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung (LeNi) für den umfassenden Überblick.

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen erhalten darüber hinaus in Einzelfällen zusätzliche Forderpläne, in denen alle Maßnahmen zur Förderung ihrer Begabungen ausführlich dokumentiert sind.

Unser Weg der individuellen Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler ist jedoch noch längst nicht am Ziel angekommen.



Es bleiben Fragen wie:
„Werden die leistungsstarken und leistungsbereiten Schülerinnen und Schüler an unserer Schule jederzeit angemessen berücksichtigt?“
„Wie kann ihnen über das übliche Stoffpensum hinaus ein interessantes Aufgabenspektrum geboten werden?“
„Was können wir dazu beitragen, dass nachhaltiges und eifriges Lernen in den Klassen nicht als „Strebertum“ verschrien, sondern als nachahmenswert aufgenommen wird?“
Wir wollen uns als Kollegium gemeinsam auf dem Weg machen, vielfältige Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, um somit die Lernmöglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler zu erweitern und ihre Bereitschaft zu Aufmerksamkeit sowie ihre Anstrengungsbereitschaft zu fördern. 

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3. Etablierte Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen

3.1 Förderung im sprachlichen Bereich:
  • Führung eines Deutsch-Bandes in Klasse 3 und 4 mit spezieller „Fordergruppe“. Die Ausweitung auf das Fach Mathematik ist durch die Mitgliedschaft im Kooperationsverbund vorgesehen.
  • Langjährige Durchführung von Vorlesewettbewerben in Hoch- und Plattdeutsch
  • Herstellung von Briefkontakten ins Ausland

3.2 Förderung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich:
  • Seit 2008 Teilnahme an den Mathematik-Wettbewerben „Känguru“ und „Mathematik-Olympiade in Klasse 3 und 4. Letztere ist den sog. „Forderkindern“ vorbehalten
  • Teilnahme einzelner Klassen am mathematischen Korrespondenzzirkel der Mathematik-Olympiade
  • Teilnahme einzelner mathematisch-naturwissenschaftlich besonders interessierter Schüler an „Master MINT“ als schulergänzendem Bildungsprogramm der IJM-Stiftung Heidelberg ab Klasse 4

3.3 Förderung im sportlichen Bereich:
  • Langjährige Teilnahme im sportlichen Bereich an den „Bestenwettkämpfen“ im Landkreis Celle
3.4 Förderung im musisch-künstlerischen Bereich:
  • Wöchentliche Chorstunde (drei Schulchöre)
  • Regelmäßige Produktion von Theaterstücken/ Musicals
  • Zertifizierung als „Musikalische Grundschule“
3.5 Förderung im sozialen Bereich:
  • Durchführung des interkulturellen Projektes „ubuntu – gemeinsam sind wir stark“ in Klasse 4 zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der Klassengemeinschaft
  • Durchführung des Klassenrates ab Klasse 3
  • Einrichtung eines „Klassensprecherrates“ als Element der Demokratisierung
  • Hausaufgabenbetreuung

Darüber hinaus finden sich im Bereich der Arbeitsgemeinschaften ab Klasse 3 regelmäßig Angebote, die den individuellen Stärken der Kinder entgegenkommen und sehr gut begabten Schülern Möglichkeiten und Anreize bieten. Dazu gehören:

  • Philosophieren
  • Malen wie die großen Künstler/ Bleistiftzeichnungen/ Kunst und Kreatives
  • Töpfern/ Häkeln
  • Akkordeon/ Flöten
  • Arbeiten mit dem Computer
  • Experimente und Forschen
  • Kochen
  • Wi snackt platt/ Wir lesen und gestalten Bücher
  • Russisch für Anfänger
  • Entspannung für Kinder
  • Theater/ Musical
  • Streitschlichter (in Ausnahmefällen bereits ab Jahrgang 2)
  • Sportspiele
  • Volleyball


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4. Start in die systematische Begabungsförderung
Mit der Aufnahme in den Kooperationsverbund Celle 1 wurden der Grundschule Winsen (Aller) fünf zusätzliche Unterrichtsstunden gewährt, die wir in der Einführungsphase darauf verwenden wollen,

  • in der Eingangsstufe je eine Forderstunde in Mathematik und Deutsch durchzuführen,
  • in Jahrgang 3 und 4 zwei Forderstunden in Mathematik (zur Vorbereitung der Mathematik-Olympiade) und eine Forderstunde in Deutsch durchzuführen. (Stand: Schuljahr 2014/15)

Darüber hinaus werden die einzelnen Fachbereiche sich im Laufe des Schuljahres 2014/15 mit einer systematisierten Begabungsförderung auseinandersetzen, Kenntnisse austauschen und ein Konzept zur Teilnahme an den eingerichteten Fordergruppen erstellen. Für das nächste Treffen mit den Schulen des Kooperationsverbundes ist angedacht, inwiefern sich schulformübergreifende Fördermaßnahmen auch mit einer Schule wie unserer, die weit außerhalb des Stadtbezirkes angesiedelt ist, verwirklichen lässt.
4.1 Unsere Ziele


Wir wollen für unsere Schule ein
begabungsgerechtes und begabungsentwickelndes Lernen
im Kontext eines inklusiven Unterrichts- und Erziehungskonzeptes, d.h.

  • konkrete Berücksichtigung und Förderung der individuellen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Interessen ALLER – auch der besonders begabten Schülerinnen und Schüler,
  • konkrete Berücksichtigung weiterer, noch nicht entfalteter Begabungen im Sinne einer Anleitung zur Erweiterung des Interesses,
  • Stützung der Lernmotivation und Stärkung sozialer und kommunikativer Kompetenz.

4.2 Unsere Wege
Binnendifferenzierung im Rahmen des Unterrichts → die Verantwortung für die Zusammenführung aller Erkenntnisse obliegt den Klassenlehrkräften, die sich im Rahmen der Pädagogischen Teambesprechungen (PTB) mit den Lehrkräften, die die Schülerinnen und Schüler unterrichten, regelmäßig austauschen,
Interessen- und neigungsgeleitete Differenzierung durch Arbeit in Arbeitsgemeinschaften oder zusätzlichen Forderangeboten
Einbeziehung außerschulischer Lernorte und Experten
4.3 Unsere Vision
Ab Februar 2015 gibt es an unserer Schule ein freiwilliges Ganztagsangebot, in dessen Rahmen wir zusätzliche Arbeitsgemeinschaften, die den Bedürfnissen leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler entsprechen, einrichten wollen.
Im Laufe der Zeit werden sicher noch weitere Visionen und Möglichkeiten der individuellen Förderung entstehen, über die wir Sie an dieser Stelle regelmäßig informieren wollen.

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5. Medienempfehlungen
Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder auf Ausgewogenheit.

5.1  Für Eltern
Brackmann, A.2007):
Jenseits der Norm – hochbegabt und hoch sensibel? (Leben Lernen 180). Klett-Cotta-Verlag. 236 Seiten

Aus der Reihe „Leben lernen“ wendet sich dieses Buch gleichermaßen an hauptberufliche Berater wie auch an Eltern und Lehrer. Die Psychologin Brackmann kommt aus ihrer Beratungspraxis heraus zu dem Schluss, dass Hochbegabte oft auch besonders empfindsam seien. Entsprechend nähmen sie auch Verletzungen anders wahr und gingen anders mit ihnen um. Beratung und Therapiekonzepte müssten daher auf die Hochbegabung der Betroffenen abgestimmt sein. Dass Hochbegabung nicht nur ein „intellektueller Bonus“ ist, sondern sich auch auf die soziale und emotionale Entwicklung und damit letztlich auf jeden Aspekt des Lebens auswirkt, das macht Brackmanns Buch so deutlich wie kaum ein anderes auf dem Markt. Brackmann zeigt, wie unterschiedlich Hochbegabte sind, und sie geht auf alle Lebensbereiche und -alter ein. Dazu tritt die Autorin trotz (oder wegen?) ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer langjährigen Beratererfahrung bescheiden auf und behauptet nicht, auf alle Fragen endgültige Antworten zu haben – schon allein deshalb ein sehr sympathisches, grundlegendes Buch.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (2009):
Begabte Kinder finden und fördern. Ein Ratgeber für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer. Bonn, Berlin.

Müller, Götz/ Horsch, Herbert u. A. (2013):
Hochbegabt – und trotzdem glücklich: Was Eltern, Kindergarten und Schule tun können, damit die klügsten Kinder nicht die Dummen sind. Oberstebrink-Verlag. 432 Seiten
Im Mittelpunkt dieses Buches steht das hoch begabte Kind. viele anschauliche Fallbeispiele schildern die unterschiedlichen Situationen und Probleme dieser Kinder. Darüber hinaus gibt es ein spezielles Kapitel, das sich direkt an die Kinder richtet: „Das Hochbegabten-Forum: Tipps von Kids für Kids – Tipps von Teens für Teens."

Müller, Theresa (2002):
Ist unser Kind hochbegabt? Ravensburger Verlag. 128 Seiten
Leider nur noch über Drittanbieter zu beziehen, aber empfehlenswert.
5.2 Für Interessierte und Lehrkräfte
DGhK (Hrsg.) (2000):
Im Labyrinth. Hochbegabte Kinder in Schule und Gesellschaft. LIT-Verlag. 192 Seiten
Die grundlegende Broschüre der „Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind“: Eine Aufsatzsammlung, die eine Menge Themen abhandelt – grundlegende Fragen ebenso wie Randthemen (ADHS, Hochbegabung und Behinderung). Das meiste ist gut und verständlich geschrieben, bei einigen (wenigen) Aufsätzen allerdings hätte ich grundlegende Einwände gegen die vertretenen Thesen.

Fischer, Christian u. A. (2014):
Individuelle Förderung als schulische Herausforderung. Berlin: Friedrich-Ebert-Stifung.
Link: http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/10650.pdf

Fischer, Christian u. A. (2009):
Individuelle Förderung: Lernschwierigkeiten als schulische Herausforderung. Berlin: LIT Verlag Dr. W. Hopf
Der Kongressband wird allgemeine und fachbezogene Förderkonzepte im Bereich Lernschwierigkeiten beschreiben und Beiträge namhafter Forscherinnen und Forscher wie etwa Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün (Hirnforschung), Prof. Dr. Carl L. Naumann und Prof. Dr. Gerd Mannhaupt (LRS), Prof. Dr. Marianne Nolte und Prof. Dr. Wilhelm Schipper (Rechenschwierigkeiten), Prof. Dr. Karin Landerl (Neuropsychologie) und Prof. Dr. Christian Fischer (Lernstrategien) umfassen.

Stapf, Aiga (2010):
Hochbegabte Kinder: Persönlichkeit, Entwicklung, Förderung. C.H.Beck-Verlag. 272 Seiten
Was „Hochbegabung“ ist, wissen Sie inzwischen. Und vermutlich – oder sogar wahrscheinlich – gehört Ihr Kind oder Ihr Schüler dazu: Was nun? Was misst ein IQ-Test, und was bringt er? Welche speziellen Angebote gibt es, wo finde ich Hilfe und Unterstützung?

Stednitz, Ulrike (2008):
Mythos Begabung. Vom Potenzial zum Erfolg. Bern: Huber-Verlag. 211 Seiten
Waren alle erfolgreichen Erwachsenen einmal begabte Kinder? Und werden alle begabten Kinder zu erfolgreichen Erwachsenen? Wie entwickeln sich Fähigkeiten? «Mythos Begabung» präsentiert die wichtigsten Antworten auf der Basis der aktuellen Forschung

Steenbuck, Olaf/ Quitmann, Helmut/ Esser, Petra (Hrsg.) (2011):
Inklusive Begabungsförderung in der Grundschule. Weinheim und Basel: Beltz.
Der Band enthält Portraits von 15 Impulsschulen, die zeigen, dass der Aufbau eines schulischen Profils in der Begabtenförderung in der Grundschule auf sehr vielfältige Weise möglich ist und dennoch ein gemeinsames Grundverständnis von inklusiver Begabtenförderung und individueller Förderung zugrunde liegen kann. Auf diese Weise möchte das Buch Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen und ganze Kollegien anregen und ermuntern, ihre eigenen Wege der Schulentwicklung zur inklusiven Begabtenförderung zu beschreiten. Die Erfahrungen der Impulsschulen und die Grundlagen des Schulentwicklungsprojektes können hierbei eine Orientierung für den jeweils eigenen Weg geben.

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6. Wertvolle Links

Der Bildungsserver des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.


Informationen der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind


Hier ist die Broschüre „Begabungen erkennen und fördern. Kooperationsverbünde niedersächsischer Schulen und Kindertageseinrichtungen“ herunterzuladen.

Der Bildungsserver des Niedersächsischen Landesinstituts für Qualitätsentwicklung.

Grundschule Klein Hehlen: www.gs-kleinhehlen.de/
Grundschule Bruchhagen: www.gs-bruchhagen.de/
Gymnasium Ernstinum: www.ernestinum-celle.de/


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